Programm

Freitag, 03.12.2021

  1. 10:00

    Ankommen

    Die Veranstaltung muss wegen der anhaltend kritischen Covid-Situation online stattfinden. Der Link zum Online-Konferenzraum wird an die Angemeldeten per E-Mail versendet.

  2. 10:10
    Peter Ferdinand

    Begrüßung

    Dr. Peter Ferdinand
    Geschäftsführer und Kollegialer Leiter des Instituts für Wissensmedien, Universität Koblenz · Landau, Campus Koblenz
    Kerstin Voß
    Dr. Kerstin Voß
    Leiterin der Abteilung Hochschulentwicklung, Hochschule Koblenz
  3. 10:15
    Anne Strauch

    Keynote: Kompetenzorientierung bei der Erstellung und Zertifizierung von Weiterbildungsangeboten für Bildungspersonal

    Dr. Anne Strauch
    Deutsches Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE)

    Um Weiterbildungsangebote wirksam umsetzen zu können, kommt dem Konzept der Kompetenzorientierung mit Blick auf Potenziale und Handlungsmöglichkeiten der Lernenden eine besondere Bedeutung zu. Aber wie gelingt kompetenzorientierte Planung von Bildungsveranstaltungen? Und was ist zu beachten, um Kompetenzen anzuerkennen und zu zertifizieren? Anhand von Ergebnissen aus dem Projekt GRETA soll exemplarisch eine kompetenzorientierte Vorgehensweise zur Anerkennung von Kompetenzen Lehrender vorgestellt werden. Zudem werden auf der Metaebene konkrete Schritte einer Kompetenzorientierung in Weiterbildungsangeboten und Zertifizierungen sowie aktuelle Herausforderungen im Zusammenhang mit Digitalisierung erörtert.

  4. 11:00

    World Café: Digitalität leben - Zukunft gestalten

    Melanie Schmid
    Thementisch 1: Lehrkompetenz an Hochschulen in Zeiten der Digitalität
    Melanie Schmid, Hochschule Koblenz, Abteilung Hochschulentwicklung, Projekt KuDiKo

    Die Erfahrungen aus den letzten Semestern haben deutlich gezeigt, dass die Weiterentwicklung der Hochschullehre einen stärkeren Fokus auf eine Didaktik braucht, die den kulturellen Veränderungen durch die Digitalisierung in der Lehre Rechnung trägt. Dies ist besonders mit Blick auf die Verstetigung und nachhaltige Weiterentwicklung entstandener digitaler Lehrformate und Lehrkonzepte relevant. Die Herausforderung ist, Lehrinhalte so aufzubereiten, dass die digitalen Möglichkeiten didaktisch begründet für den jeweiligen Lehrkontext und die Interaktion mit den Lernenden genutzt werden. Eine stärker digital ausgerichtete Lehre macht ein „neu denken“ bestehender Lehrkonzepte notwendig. Hierfür müssen die erforderlichen digitalen Lehrkompetenzen identifiziert, erworben bzw. ausgebaut werden. Wir greifen diese Anforderungen auf und laden Sie ein miteinander zu diskutieren, was eine Kultur der Digitalität für die Lehrenden und deren Lehrkompetenz bedeutet. Bringen Sie Ihre Erfahrungen ein und profitieren Sie vom Gedankenaustausch.

    Claudia Hoffmann
    Svenja Steinbrecher
    Thementisch 2: Verbesserung der Lernkompetenz durch ein interaktives Lehr-Lernerlebnis
    Claudia Hoffmann, Svenja Steinbrecher, Hochschule Koblenz, Abteilung Hochschulentwicklung, Projekt KuDiKo

    Schon vor Corona standen Lehre und Lernen unter großem Transformationsdruck, ausgelöst durch die Digitalisierung. Getrieben vom technologischen Fortschritt verändert sich die Lehr-Lernumgebung hin zum digitalen Handlungs- und Erlebnisraum. Studierenden und Lehrenden eröffnet sich damit die Chance diesen Change-Prozess aktiv zu gestalten. Im Fokus stehen dabei sogenannte Future Skills die den Lernerfolg sichern, zugeschnitten auf eine zeitgemäße digitale Lehre. Lehrende und Lernende erschaffen in neuen interaktiven Settings gemeinsame Lehr-Lernerlebnisse, die andere Anforderungen an Lernkompetenzen generieren. Lassen Sie uns also in die Zukunft des Lernens schauen. Vertreten Sie Ihre Meinung, wenn es darum geht Lernkompetenzen und Lernerlebnisse neu zu denken. Teilen Sie Ihre Erfahrungen und gewinnen Sie neue Einsichten.

    Sven Binder
    Walter Diegel
    Thementisch 3: Digitale Lehre ermöglichen – Anforderungen an die Lehr-Lerninfrastruktur
    Sven Binder, Walter Diegel, Hochschule Koblenz, Abteilung Hochschulentwicklung, Projekt KuDiKo

    Digitalität gibt es nur mit der passenden Infrastruktur. Die Lehr- und Lerninfrastruktur ermöglicht die Umsetzung der Errungenschaften der digitalen Lehr- und Lernkompetenz. Denn wie sollen die gestärkten digitalen Lern- und Lehrkompetenzen angewendet werden, wenn wir die technischen Voraussetzungen dafür nicht schaffen? Damit fällt der Lehr- und Lerninfrastruktur eine Schlüsselrolle in der digitalen Lehre zu. Wir möchten mit Ihnen über best practices und notwendige Weiterentwicklungen sprechen. Dabei beleuchten wir sowohl die Lernplattform OLAT als auch weitere Tools und Anwendungen, die in der Lehre eingesetzt werden. Finden Sie heraus, welche Anforderungen eine zukunftsorientierte Lehr-Lerninfrastruktur erfüllen muss. Teilen Sie Ihre Erfahrungen und profitieren Sie von Einblicken zu besonders gelungen Anwendungsbeispielen. Welche weiteren Anforderungen sehen Sie an die Lehr-Lerninfrastruktur? Erhalten Sie neue Impulse und diskutieren Sie mit.

  5. 12:30

    Mittagspause

    Während der Pausen wird es eine Austauschmöglichkeit über wonder.me geben.

  6. 13:30
    Daniela Braun

    Keynote: Kultur der Digitalität

    Prof. Dr. Daniela Braun
    Vizepräsidentin für Lehre und Diversity, Hochschule Koblenz

    Konsequente, ubiquitäre Flexibilisierung von Curricula mit Hilfe der Digitalisierung unter Berücksichtigung individueller Voraussetzungen von Studierenden und einer hochwertigen Didaktik, ist zunehmende Herausforderung für Hochschulen. Kultur der Digitalität bezieht sich auf die Verzahnung analoger und digitaler Lehr- und Lernwirklichkeiten: technisch, sozial und organisatorisch-strukturell. Mit dem Ansatz des Design Thinking werden alle beteiligten Akteure in die Entwicklung, Erprobung, Justierung und Implementierung von Maßnahmen eingebunden, die Möglichkeit bieten, digitale Lehr- und Lernkompetenzen als Future Skills zu erwerben. Kultur der Digitalität wird verstanden als Orientierungssystem, das die Aufmerksamkeit auf die Verbindung digital codierter Medien und Technologien zwischen Menschen, zwischen Menschen und Objekten und zwischen Objekten lenkt und Akteure befähigt, mit der gesellschaftlichen und kulturellen Realität der Digitalisierung kritisch und produktiv professionell umzugehen.

  7. 14:15

    Blick über die Schulter: Aktuelle Projekte des IWM

    Nils Höhner
    Mixed Reality-Lab-Szenario aus dem Projekt OpenDigiLab4You
    Nils Höhner, Institut für Wissensmedien (IWM), Universität Koblenz · Landau

    Im Rahmen des Projekts OpenDigiLab4You befassen wir uns mit dem Einsatz von Mixed Reality Technologie im Kontext von laborbasiertem Lehren und Lernen. Dabei wurde eine kollaborative Anwendung entwickelt, die es zwei Lernern ermöglicht durch ein virtuelles Portal in die (virtuelle) Welt seines Partners einzutauchen. Einer der beiden Anwender befindet sich mittels Virtual Reality Brille in einem virtuellen RFID-Labor und kann Experimente an RFID-Tags durchführen. Sein Gegenüber befindet sich hingegen in einem realen, anwendungsbezogenen RFID-Labor und kann mittels Augmented Reality Brille durch ein Portal in die virtuelle schauen. Beide Lerner arbeiten gemeinsam an der Optimierung des echten Experiments, indem sie über das Portal kommunizieren und virtualisierte RFID-Chips austauschen.

    Martin Burghardt
    David Schepkowski
    Selbstgesteuertes und Kollaboratives Lernen in einer hybriden Laborumgebung: Planung, Gestaltung und Empirie
    Martin Burghardt, David Schepkowski, Institut für Wissensmedien (IWM), Universität Koblenz · Landau

    Die Gestaltung selbstgesteuerter und kollaborativer Lernszenarien mit modernen Technologien und Medien ist mit großen Herausforderungen verbunden. Auf der anderen Seite ermöglicht die Digitalisierung hybride Lernräume neu zu denken. Im Projekt DigiLab4U sind die Planung, Implementation und Empirie dieser Forschungsgebiete mit labor-basierten Lernen in den Ingenieurwissenschaften eng verzahnt. Basierend auf didaktischen Planungsmodellen, stellt sich die Frage: Wie müssen Lernszenarien aussehen, damit selbstgesteuertes und kollaboratives Lernen gelingen kann? In dieser Postersession gehen wir bisherigen Erfahrungswerten, Erschwernissen und Eindrücken in diesem Kontext auf den Grund. Methoden und Tools aus den Bereichen CSCW, Open Badges und Mixed-Reality stehen dabei im Zentrum.

    Peter Ferdinand
    Michael Klemm
    Mittelrhein-Eduventure meets KuLaDig RLP for BUGA 2029
    Dr. Peter Ferdinand, Prof. Dr. Michael Klemm, Institut für Wissensmedien (IWM), Universität Koblenz · Landau

    Im Fokus stehen zwei Projekte, die kulturhistorisches Wissen mittels digitaler Endgeräte und Apps vor Ort, in der Landschaft, für künftige Besucher der BUGA 2029 zugänglich machen. Im Projekt „Mittelrhein-Eduventure“ werden Orte im Mittelrheintal exemplarisch im Rahmen eines motivierenden, game-orientierten Vermittlungsansatzes („Eduventure“) interaktiv und mittels Mixed-Reality möglichst immersiv erlebbar gemacht. Präsentiert wird der aktuelle Stand der Arbeiten am Pilotvorhaben, für das Ereignisse und Orte im Kontext des Rheinübergangs Blüchers bei Kaub als Eduventure umgesetzt werden. Dabei kooperiert das IWM mit dem Landesprojekt „KuLaDig-RLP“, in dem Modellkommunen in ganz Rheinland-Pfalz seit 2019 bei der digitalen und multimedialen Aufbereitung ihres kulturellen Erbes auf der Plattform KuLaDig unterstützt werden. Hier wurden bereits zahlreiche Modelle der Geschichtsvermittlung entwickelt (u.a. digital angereicherte Rundgänge, 360-Grad-Anwendungen), ein digitaler Leitfaden für deren Erstellung ist in Arbeit.

    Marco Nisius
    Sergei Pachtchenko
    Virtuelle Welt als Interface für ein digitales Praktikumsbuch
    Marco Nisius, Sergei Pachtchenko, Institut für Wissensmedien (IWM), Universität Koblenz · Landau

    Die Vorlage für das analoge Praktikumsbuch für Schulpraktika, die vom Bildungsministerium von Rheinland-Pfalz herausgegeben wird, wird vom Institut für Wissensmedien der Universität Koblenz in eine digitale Version überführt. Das Buch soll nicht 1:1 abgebildet werden, vielmehr werden die Vorteile digitaler Medien mit einbezogen. Dabei legen die Studierenden multimediale Portfolios in Mahara an, in denen Sie ihre Erfahrungen im Praktikum reflektieren. Eine bessere User-Experience soll in Zukunft durch die Verknüpfung mit WorkAdventure erreicht werden. WorkAdventure ist eine webbasierte kollaborative Arbeitsumgebung, die in Form eines 16-Bit Videospiels gestaltet ist. Der Charakter kann sich in der Spielwelt fei bewegen, mit anderen in Echtzeit kommunizieren und aus der Welt auf verschiedene Werkzeuge und Informationen zugreifen.

  8. 15:30
    Konrad Faber
    Raphael Fetzer

    Infrastrukturen und Services für offene Bildungsmaterialien

    Dr. Konrad Faber, Raphael Fetzer
    Virtueller Campus Rheinland-Pfalz (VCRP)

    Der freie Zugang, die kostenlose Nutzung sowie die Bearbeitungsmöglichkeit durch Andere sind die Mehrwerte von Open Education Resources (OER). In ihnen wird aber auch eine neue Form des (digitalen) Lehrens und Lernens sichtbar, die sich durch das Zusammenwirken von Digitalität, Ko-Kreation und Öffentlichkeit ergibt. Dr. Konrad Faber und Raphael Fetzer gehen in ihrem Beitrag auf die Zielsetzungen, die Implementierung und die Funktionalitäten landesweiter Infrastrukturen und Services für offene Bildungsmaterialien ein. Eingeordnet werden sie in die aktuellen bundesländerübergreifenden Abstimmungsinitiativen zu OER. Konkret aufgezeigt werden aber auch Workflows, wie bspw. das Suchen und Finden, Speichern, Sammeln und Kuratieren, Kooperativ bearbeiten, Redaktionieren, Teilen und Öffnen von offenen Bildungsmaterialien.

  9. 16:00
    Jens Bongartz
    Andreas Kämper

    Möglichkeiten der nachhaltigen Weiternutzung digitaler Lehr- und Lernressourcen für die hybride Lehre

    Prof. Dr. Jens Bongartz
    Prodekan des Fachbereichs Mathematik und Technik, Hochschule Koblenz
    Dr. Andreas Kämper
    Institut für Wissensmedien (IWM), Universität Koblenz · Landau

    Durch das coronabedingte Aussetzen der Präsenzlehre ab dem Sommersemester 2020 entstanden meist relativ kurzfristig digitale Lehr- und Lernressourcen, um den Lehrbetrieb aufrecht erhalten zu können. Prof. Bongartz berichtet von seinen Erfahrungen bei der Erstellung synchroner und asynchroner Videoinhalte, die sowohl über OLAT als auch über einen eigenen Youtube-Kanal verfügbar gemacht wurden. Zudem hat er technische Praktikumsversuche entwickelt, die Studierende zu Hause durchführen können. Der Umfang der entstandenen Inhalte und Ressourcen legt nahe, diese auch weiterhin in hybriden Lehrformen zu nutzen. Dr. Kämper erläutert anhand von Praxisbeispielen sowohl technische als auch didaktische Aspekte zur Weiternutzung verschiedener Arten von Lehr- und Lernressourcen. Es sollen Vor- und Nachteile und insbesondere Fragen zur Qualität, Passfähigkeit und Umsetzbarkeit diskutiert werden. Welche Konzepte lassen einen nachhaltigen Nutzen erwarten und wie werden die Studierenden damit umgehen?

  10. 16:45

    Pause

    Während der Pausen wird es eine Austauschmöglichkeit über wonder.me geben.

  11. 17:00

    Podiumsdiskussion: Lehre neu denken - und welche Strategien braucht es dafür?

    Moderation:
    Dagmar Marquart
    Referatsleiterin E-Learning, Abteilung Hochschulentwicklung, Hochschule Koblenz
    Dr. Peter Ferdinand
    Geschäftsführer und Kollegialer Leiter des Instituts für Wissensmedien, Universität Koblenz

    Es diskutieren:

    • Dr. Anne Strauch
      Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE)
    • Prof. Dr. Jens Bongartz
      Prodekan des Fachbereichs Mathematik und Technik, Hochschule Koblenz
    • Prof. Dr. Michael Klemm
      Professor für Medienwissenschaft und kollegialer Leiter des Instituts für Wissensmedien, Universität Koblenz
    • Katharina Piedboeuf
      Master-Studierende im Bereich Mathematik und Technik, ehem. Student. Hilfskraft in der Abteilung Hochschulentwicklung, Hochschule Koblenz
    • Freier Stuhl
      Zusätzlich haben wir eine Beitragsmöglichkeit für spontane Teilnehmer aus dem Online-Auditorium vorgesehen
  12. 18:00

    Abschluss

  13. Abgesagt
    20 Jahre

    Jubiläumsfeier 20 Jahre IWM

    Aufgrund der anhaltend kritischen Covid-Situation sehen wir uns leider gezwungen, die Jubiläumsfeier abzusagen.

    Wir hoffen, das Jubiläum und die damit verbundenen persönlichen Begegnungen im neuen Jahr unter wieder günstigeren Bedingungen in Präsenz nachholen zu können.